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FORGIVE ME BROTHER ist fertig!
Eigentlich kann ich es selbst noch nicht ganz glauben. Unser Film ist wirklich abgeschlossen. Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit! Vielleicht eine kleine Statistik? 29 Drehtage 54 Szenen Jeder, der nur ein wenig vom Film versteht, wird erkennen, dass wir mit diesem Projekt eine Grenze überschritten haben, die normalerweise von nichtkommerziellen Filmemachern eher selten berührt wird. Was natürlich kein Hinweis auf die Qualität des Filmes sein soll; darüber werden noch genügend andere zu befinden haben. Ich möchte damit nur klar machen, dass wir uns im letzten Jahr öfter einmal so gefühlt haben, wie vielleicht Reinhold Messner oder Peter Habeler allein und ohne Sauerstoff am Everest. Immer wieder bekamen wir eine Dosis dieses belebenden Stoffes in Form der tatkräftigen Hilfe von Seiten unseres Obmannes Günther Agath. Er war es, der mich immer wieder ermutigt hat durchzuhalten, wenn ich wieder einmal am Verzweifeln war. Und er hat nicht nur durch gutes Zureden geholfen. Für sein großartiges Organisationstalent, seine Umsicht am Drehort und für seine materielle Unterstützung sei ihm herzlich gedankt! Der Kern unserer Crew bestand aus exakt 3 Leuten: Markus, Michael und mir. Wir mussten alles selbst erledigen. Buch, Storyboard, Drehortsuche, Casting, Organisation, Darstellertransport zum und vom Set, Kulissenbau, Maske, Bereitstellung aller Utensilien am Set, Organisation und Auswahl der Kleidung. Nicht zu vergessen die Finanzierung, wohl eines der größten Probleme. Den Rest der Zeit verwendeten wir für Kamera, Licht, Ton und Regie. Ja, ich meine es so, wie ich es hier schreibe. Oft waren wir schon körperlich und psychisch fix und fertig, als wir endlich mit dem Drehen beginnen konnten. Wir hatten keine strenge Arbeitsteilung, wenn man davon absieht, dass Michael zu 95% allein hinter der Kamera stand und ich für das Buch verantwortlich zeichnete. Alles andere haben wir uns so aufgeteilt, wie So ähnlich lief es auch beim Schnitt. Eigentlich mache ich diese Arbeit recht gerne. In der Praxis hat es sich jedoch ergeben, dass Markus durch seine akribische Genauigkeit und messerscharfe Kritik für das Endergebnis doch sehr verantwortlich zeichnet. Und das ist gut so! Ich bin mächtig stolz auf meine Jungs, auch auf Matthias, der zwar nicht die Zeit hatte intensiv mitzuarbeiten, aber dafür eine kleine Rolle umso überzeugender gespielt hat. Einen Punkt muss ich unbedingt noch erwähnen. Unser Hauptdarsteller DUMISANI MOYO war der absolute Glücksfall für den Film. Der gebürtige Afrikaner stammt aus Zimbabwe, wo wir auch die Afrikaszenen gedreht haben. Er ist professioneller Musiker und das war auch der Grund, warum er die Musik zum Film geschrieben hat. Diese Musik und sein schauspielerisches Talent, das er mit vollem Ernst und eisernem Willen eingesetzt hat, haben maßgeblich zum Gelingen beigetragen. Diesen Film habe ich nicht nur zum Vergnügen gedreht, ich verfolgte eine bestimmte Absicht, nämlich etwas zu bewegen, ein Nachdenken hervor zu rufen. FORGIVE ME BROTHER ist kein Unterhaltungsfilm! Worum geht es in dem Streifen eigentlich? Natürlich möchte ich hier nicht die ganze Geschichte verraten, sonst ist die Spannung bei der Uraufführung im Stadtkino Kapfenberg nur noch halb so groß. Soviel sei jedenfalls verraten: Die Geschichte handelt von einem Afrikaner, den es illegal in ein westliches Land verschlägt. Der Film erzählt seine Erlebnisse hier und die Gründe für seine Flucht aus der Heimat. Also ein Mensch wie du und ich. Wir sollten erst über ihn urteilen, wenn wir seine ganze Lebensgeschichte kennen! Ich würde mich freuen, Sie am 2. Februar im Stadtkino Kapfenberg mit Beginn um 10:10 Uhr begrüßen zu können!
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