Gedanken zur Klubmeisterschaft

Nun ist sie wieder gelaufen, unsere alljährliche Klubmeisterschaft. 8 Filme wurden genannt und vom Publikum bewertet. Viele sind mit ihrem Rang zufrieden, manche vielleicht weniger. Es ist eine alte Geschichte, dass Autoren immer mehr von ihren Werken halten als die Juroren. Das wird immer so sein und liegt wahrscheinlich darin begründet, dass der Autor durch die intensive Beschäftigung mit seinem Film eine ganz besondere Beziehung zum Werk aufbaut, die ein Außenstehender nicht nachvollziehen kann. Aber trotzdem sollte jeder Juror die Kirche im Dorf lassen; auch wenn ihm ein Thema nicht gerade am Herzen liegt, so hat er trotzdem die Pflicht, sich mit dem Film auseinander zu setzen. Zumindest sollte man den Mut haben, einen Film, den man nicht versteht, ganz einfach nicht zu bewerten. Und gerade das habe ich am 20. Februar vermisst.

Besonders getroffen hat mich die Bewertung für den Film ãWicked“ der Videogruppe von der HBLA Raumberg. Da tut sich eine ganze Anzahl junger Leute zusammen und schafft in vielen hundert Stunden Kleinarbeit einen Film, der sich wirklich sehen lassen kann. Eine ausgezeichnete Kameraarbeit, wie sie bei keinem anderen Film dieses Abends auch nur annähernd zu sehen war, ein toller Schnitt in Bild und Ton, eine teilweise ausgezeichnete schauspielerische Leistung. Und dann kommen einige ãJuroren“, die das alles nicht erkennen und den Film mit der Note 5 bewerten.

In einem Klub wie unserem, in dem Jugendarbeit groß geschrieben wird, wäre es von den Mitgliedern schon zu erwarten, dass alle an einem Strang ziehen und nicht die ganze Arbeit dem Obmann überlassen. Aber wie lautet die Aussage von ãWicked“? Ein böser Lehrer kann viel Unheil anrichten. Böse Juroren auch, meint euer

 

Reinhold Wurm

 

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